Austausch- und Netzwerkgespräche in den Modellregionen

Anfang Juli konnten in zwei der drei Modellregionen von FamilieAustauschgespräche in Präsenz stattfinden. Bereits im März hatten sich in der dritten Modellregion, dem Landkreis Oberhavel, Akteur:innen online zu einem Netzwerkgespräch zusammengefunden.

Ziel der Gespräche war es, das Projekt vorzustellen und die Gegebenheiten, Voraussetzungen und Wünsche in der jeweiligen Modellregion zu erfassen sowie den Austausch im Netzwerk und die Zusammenarbeit zu stärken. Außerdem wurden Erwartungen der am Projekt Beteiligten an das Projekt Familie+ erfragt und diskutiert. Ein wichtiger Aspekt war auch, Leute aus der Praxis mit der „Wissenschaft“ zusammenzubringen und dabei auftauchende Fragen gemeinsam zu besprechen.

Foto: Beate Ruffing, Saarpfalz-Kreis

Austauschgespräche im Saarpfalz-Kreis und in Leipzig

Am 01. Juli kamen im Saarpfalz-Kreis ca. 15 Akteur:innen aus den beiden Kommunen Homburg und Bexbach und aus den drei beteiligten Grundschulen sowie aus dem Landkreis zusammen. Die Pressemitteilung des Saarpfalz-Kreises fasst die Ziele und Ergebnisse zusammen.

In Leipzig trafen sich am 06. Juli die Schulleitung, eine Lehrkraft und eine Elternvertreterin aus der Modellschule „Grundschule am Auensee“ mit Vertreterinnen und Vertretern von Familie+ in der Schulaula. Auch hier stellte das Familie+-Team zunächst das Projekt vor und erfragte, welche Projekte und Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Sitzverhalten es bereits an der Schule und in der Umgebung der Schule gibt. Wie auch in den anderen Modellregionen war festzustellen, dass schon viele Maßnahmen und Projekte an den Schulen verankert sind. Ein großes Thema war auch hier die Frage, wie man die Eltern der Kinder besser einbeziehen und somit Maßnahmen, die in der Schule durchgeführt werden, in den Familienalltag und in die Freizeit der Kinder „tragen“ kann. Dazu wurden Ideen wie etwa die Durchführung eines thematischen Elternabends entwickelt.

Frau Dr. Schubert vom Gesundheitsamt Leipzig war als Vertreterin der Modellregion Leipzig ebenfalls bei dem Treffen dabei. Sie gab unter anderem Hinweise darauf, welche Möglichkeiten der Förderung von Maßnahmen von Seiten der Stadt Leipzig bestehen.

Sowohl im Saarpfalz-Kreis als auch in Leipzig gab das Projektteam zunächst einen Überblick über die bisherigen Ergebnisse der Befragungen der Netzwerkpartner sowie der Akteure aus dem Umfeld der Schulen und Familien.  Als Ergebnis aus den Projektzielen und der Bedarfsanalyse stellten sie einen Maßnahmenbaukasten vor, der niedrigschwellige, auf jede Schule anzupassende Angebote bereithält, die leicht in den Unterricht und das Schulleben integriert werden können. Zu jedem Paket für die Schulen gibt es parallel auch Handlungsempfehlungen für die Familien.

Netzwerkgespräch in der Modellregion Oberhavel

Bereits am 11. März 2021 fand das erste Austausch- und Netzwerkgespräch zum Thema „Gesundheit in Familien“ in der dritten Modellregion, im Landkreis Oberhavel, statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung online durchgeführt. Die rund 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich in einem interaktiven Online-Tool über erfolgreiche Maßnahmen/Angebote und Projekte in Grundschulen sowie Hürden und Hindernisse aus und besprachen Ideen, wie sie dazu beitragen können, das Projekt und das Thema „Gesundheitsförderung in der Grundschule und in Familien“ zu fördern und zu unterstützen. Mit dabei waren Mitarbeitende aus den fünf beteiligten Grundschulen sowie aus den Bereichen Familie, Sport sowie aus den Stadtverwaltungen der beteiligten Kommunen Hennigsdorf und Velten. Die bunte Vielfalt verschiedener Personen mit viel Expertise und vielen Erfahrungen führte zu einem regen Austausch. Im Landkreis Oberhavel liegt ein Fokus auf der Gründung eines Netzwerks zum Thema „Gesundheitsförderung“.

Kinder sollen mehr in das Projekt eingebunden werden. Je mehr auf sie eingegangen wird – auf schulischer wie familiärer Ebene – und darauf, was sie sagen, wünschen und brauchen, desto größer sei die Akzeptanz und das Durchhaltevermögen sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern.

Ein weiteres Ergebnis war, dass allen Teilnehmenden ein möglichst niedrigschwelliger Zugang ermöglicht werden sollte. Der Zeit- und Kostenfaktor muss gering sein, so dass alle Kinder unabhängig von ihrer finanziellen Situation am Projekt teilnehmen und auch dabeibleiben können.      

Zudem wurde betont, wie wichtig eine transparente Kommunikation und ein Informationsfluss über Newsletter, Projekttage oder Seminare auf allen Ebenen – familiär, schulisch und kommunal – für den Projekterfolg sei.  

Im Nachgang zu diesem ersten Netzwerkgespräch führten die Partneruniversitäten Einzelgespräche, um direkt mit den Akteuren zu überlegen, was konkret vor Ort gemeinsam erreicht werden kann.

Die Ergebnisse, die anhand der vorgegebenen Fragestellungen im Laufe der Veranstaltung erarbeitet wurden, hat die Universität Leipzig in einem Dokument zusammengefasst. Hier finden Sie eine Kurzfassung des Dokuments zum Nachlesen.