Hintergrund

Kinder und Jugendliche, die an Übergewicht leiden, haben erwiesenermaßen ein erhöhtes Risiko, als Erwachsene an Adipositas zu erkranken. Deshalb ist es wichtig, bereits im Grundschulalter Verhaltensweisen und Rahmenbedingungen für ein gesundheitsförderndes Verhalten zu verankern und damit das Entstehen von Übergewicht und Adipositas zu verhindern.

Ziele

Ziel von Familie⁺ ist es, bei Grundschulkindern und ihren Familien einen gesunden Lebensstil mit mehr Bewegung, weniger sitzenden Tätigkeiten und ausgewogener Ernährung zu fördern. Veränderungen, wie beispielsweise ein erhöhter Konsum von Obst und Gemüse oder mehr Bewegung in der Freizeit, sollen im Familienalltag nachhaltig verankert werden. Diese Verhaltensweisen finden im Alltag von Kindern vor allem in zwei Lebenswelten statt: in der Schule und in der Familie.

Programme zur Gesundheitsförderung können in der Schule relativ gut umgesetzt werden. Im Sinne einer nachhaltigen Veränderung der genannten Verhaltensweisen wirken sie aber nur dann, wenn es auch gelingt, die Familien der Kinder einzubeziehen. Im Projekt Familie⁺ sollen deshalb nicht nur Kinder, sondern auch ihre Eltern und Familien erreicht und aktiv einbezogen werden: Maßnahmen werden für die beiden Lebenswelten konzipiert und umgesetzt. Kinder erhalten zum Beispiel von ihren Lehrkräften gesundheitsbezogene „Hausaufgaben“, die sie gemeinsam mit ihren Familien umsetzen.

Umsetzung in den Modellregionen und Evaluation

Ein wichtiger Aspekt von Familie⁺ ist die Einbettung der Maßnahmen in einen kommunalen Rahmen. Die Stadt Leipzig, der Landkreis Oberhavel und der Saarpfalz-Kreis wurden als Modellregionen ausgewählt. Im Sinne des partizipativen Projektansatzes werden wesentliche Akteurinnen und Akteure aus den Modellregionen eingebunden, um die jeweiligen Schwerpunkte in den Maßnahmen gemeinsam zu diskutieren und auf Basis der Beratungen mit den Akteur:innen Maßnahmen auszuwählen, anzupassen und umzusetzen. Parallel dazu wird das jeweilige kommunale Netzwerk auf- bzw. ausgebaut.

Die Entwicklung und Umsetzung der Maßnahmen wird sowohl im Bereich der Lebenswelten der Teilnehmenden wie auch auf kommunaler Ebene begleitet und regelmäßig evaluiert. Zudem wird überprüft, ob und in welcher Weise die Projektergebnisse auch auf andere Regionen bzw. Kommunen übertragbar sind.