Drittes von bundesweit drei Netzwerktreffen von Familie⁺ in Homburg/Saar

Nach dem Auftakt im Landkreis Oberhavel am 09. Juni waren am 16. Juni Lehrkräfte und Eltern in der Schule am Auensee in Leipzig zu einem Austauschgespräch zusammengekommen. Die Veranstaltung in Homburg schloss somit die Reihe der drei Netzwerktreffen in den Modellregionen ab. Im Saarpfalz-Kreis sind die Grundschulen Bexbach, Homburg Bruchhof und Homburg Langenäcker Teil des Projekts, das sich dafür einsetzt, Grundschulkindern ein gesundes Aufwachsen über die Verknüpfung der Lebenswelten Familie und Schule zu ermöglichen. Zum Netzwerktreffen waren Lehrkräfte ebenso wie pädagogische Fachkräfte und die Elternvertretungen der beteiligten Schulen, Familien sowie weitere Akteure aus den Kommunen, eingeladen.„peb wirkt bei Familie⁺ als Scharnier zwischen Wissenschaft und Kommunen und leistet somit einen entscheidenden Beitrag dazu, dass neue Erkenntnisse zum Zusammenspiel zwischen Grundschulen und Elternhäusern für die Praxis der Gesundheitsförderung gewonnen werden“, sagt peb-Geschäftsführer Mirko Eichner.

Im Lauf des vergangenen Schuljahres haben die Lehrkräfte gemeinsam mit ihren dritten und vierten Klassen Maßnahmen zu den Themen Bewegung, Ernährung, Schlaf und Sitzverhalten umgesetzt. Beteiligt waren an den drei Schulen im Saarpfalz-Kreis insgesamt 350 Schüler:innen. Gleichzeitig haben die Eltern dieser Grundschulkinder Materialien erhalten, die sie zuhause nutzen. Alle Materialien wurden auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse durch die beteiligten Universitäten entwickelt bzw. ausgewählt.

Das Netzwerktreffen begann mit einem Überblick über die ersten Ergebnisse und Erkenntnisse. Danach tauschten sich die anwesenden Projektpartner mit den Projektbeteiligten aus Schulen und Familien sowie Akteuren aus dem Netzwerk „Saarpfalz mit peb“ über die Erfahrungen im zurückliegenden Schuljahr aus. „Familie⁺ schafft die Möglichkeit, neben den Schulen auch die Eltern aktiv einzubeziehen. Gerade in Coronazeiten ist es uns wichtig, durch das vernetzte Zusammenwirken von Kommunen, Institutionen, Vereinen, Schulen und Eltern das gesunde Aufwachsen unserer Kinder und Jugendlichen im Saarpfalz-Kreis zu fördern“, erklärt die Leiterin der Koordinierungsstelle Umwelt und Gesundheit beim Gesundheitsamt Eva Schwerdtfeger, die das Projekt im Saarpfalz-Kreis gemeinsam mit Karin-Heid-Schuck vom Sozialen Dienst des Gesundheitsamtes betreut.

Ein zentrales Anliegen ist die Weiterführung und Weiterentwicklung der angestoßenen Maßnahmen. Am Ende des Netzwerkreffens stand deshalb auch der Ausblick auf darauf, wie die im Laufe des Projekts erarbeiteten Materialien weiter im Unterricht in den Grundschulen des Landkreises eingesetzt und Familien aktiv einbezogen werden können.

Die Rückmeldungen aus den drei Netzwerktreffen in den vergangenen drei Wochen – in Oberhavel, in Leipzig und im Saarpfalz-Kreis – lieferten wichtige Erkenntnisse über die Umsetzung von Familie⁺ in die Praxis, die unter anderem in die Erstellung eines E-Learnings fließen werden.  

Am Tag vor dem Netzwerktreffen waren Eva Schwerdtfeger und Karin Heid-Schuck vom Saarpfalz-Kreis sowie Friederike Butscher von der TU München an zwei Grundschulen und haben als Dank und Anerkennung für die Teilnahme am Projekt Urkunden und Wurfscheiben an die Schüler:innen verteilt. Auf dem Foto ist die Urkundenverleihung an der Homburger Langenäcker-Grundschule zu sehen (Foto: Lilli Schwärzli).